Das Hunger Projekt ist eine strategische Organisation und eine weltumspannende Bewegung, die sich nachhaltig für die Überwindung chronischen Hungers in der Welt einsetzt.
In Afrika, Asien und Lateinamerika versetzt das Hunger Projekt Menschen in die Lage, nachhaltige Fortschritte im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in der Ernährungs- und Einkommenssicherung herbeizuführen. Es führt innovative Strategien ein, bestärkt Menschen, eigenständig zu handeln und mobilisiert örtliche PolitikerInnen und andere Führungskräfte, Hindernisse zu beseitigen, um so den Anstrengungen der DorfbewohnerInnen zum Erfolg zu verhelfen. Die Kampagnen des Hunger Projekts werden in über 2000 Dörfern in 11 Entwicklungsländern umgesetzt.
In den letzten Jahren wurden große Fortschritte erzielt. Viele Hindernisse sind auf dem Weg zur Beendigung des Hungers ausgeräumt worden. Dennoch verbleiben immense Herausforderungen, die fester Bestandteil des gesellschaftlichen Gefüges sind. Die Initiativen, um Hunger und Armut zu überwinden und das kreative Potenzial von einer Milliarde hungriger Menschen zu entfalten, können nur dann erfolgreich sein, wenn sie an tiefgreifende
Strategien für soziale Wandlungsprozesse geknüpft sind. Um diesen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen zu können, muss sich die Menschheit zwei eng miteinander verbundenen Themenkomplexen zuwenden:
• Lokale Demokratie:
Die Menschen vor Ort müssen über die Machtbefugnis und die Ressourcen verfügen, um Maßnahmen ins Leben zu rufen und durchzuführen, die ihre elementaren Grundbedürfnisse befriedigen.
• Grundlegende Veränderungen im Verhältnis der Geschlechter zueinander:
Frauen müssen in der Lage sein, sich als volle, gleichwertige und stimmberechtigte Partnerinnen im Entwicklungsprozess einzubringen und an allen Entscheidungen mitzuwirken, die Einfluss auf ihr Leben haben.
Um hierbei richtungsweisende Fortschritte herbeizuführen, hat das Hunger Projekt seine Südasien-Initiative sowohl für Indien in Form der Panchayat-Kampagne ins Leben gerufen, als auch für Bangladesch, bei der die Frauen auf Dorfebene ermächtigt und gestärkt werden, als entscheidende Akteure an der Überwindung des Hungers mitzuwirken.
In Afrika wird diese neue Ausrichtung in der Initiative für die afrikanische Farmerin zusammengefasst. Dabei geht es darum, das Unwissen über die Rolle der Landfrauen in
Afrika zu überwinden, Maßnahmen zu initiieren, die sie ökonomisch stärken und die politischen Programme und die Ressourcenvergabe so zu verändern, dass sie ihrer zentralen und entscheidenden Rolle für die Zukunft des afrikanischen Kontinents gerecht werden. Durch diese Initiative werden die Farmerinnen zu ökonomischen Mitspielerinnen, Entscheidungsträgerinnen und Unternehmerinnen.
Sie werden zur gestaltenden Kraft in ihrem eigenen Leben, dem ihrer Familie und ganz Afrikas.
Investitionen in eine neue Zukunft. Praktisch alle finanziellen Mittel für die Arbeit des Hunger Projekts kommen von Menschen, die sich in Partnerschaft und Solidarität mit den Menschen aus den Ländern einsetzen, in denen immer noch Hunger herrscht. Diese Menschen bringen sich nicht als SpenderInnen ein, sondern eher als InvestorInnen, um gemeinsam ihre Vision einer Welt ohne Hunger zu verwirklichen. Die InvestorInnen des Hunger Projekts kommen aus 30 Ländern der Welt. Ihnen verdankt das Hunger Projekt den erforderlichen Rückhalt, die Kraft und die Freiheit, die es braucht, um strategische und katalytische Maßnahmen mit großer Breiten- und Hebelwirkung für die weltweite Überwindung des chronischen Hungers zu initiieren.
Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Schweiz und Schweden